Weg zur Poliklinik

Der Weg zur Poliklinik

Auf dem Weg zur Eröffnung der Poliklinik Leipzig müssen jede Menge Schritte gegangen werden. Wir haben in den letzten zweieinhalb Jahren bereits Einiges geschafft und es liegt auch noch Einiges vor uns.

Nachdem wir uns bisher vor allem damit beschäftigt haben, die Basis für das Projekt zu schaffen, konnten Anfang 2020 nun die ersten Angebote der Psychosozialen Beratung, der Gesundheitsberatung und ein Gesprächskreis starten.

Mit der Eröffnung der Poliklinik in Leipzig Schönefeld ist es aber noch lange nicht getan ist! Das solidarische Gesundheitszentrum bietet stets Raum für neue Ideen und Anknüpfungspunkte - und wenn der Raum zu klein wird, suchen wir uns einen größeren.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über uns:

Was wir schon geschafft haben

Im April 2018 haben wir den Verein "Solidarisches Gesundheitszentrum Leipzig e.V." gegründet, seit Mitte 2019 sind als gemeinnützig anerkannt. Damit haben wir die rechtliche Grundlage für die Poliklinik Leipzig geschaffen.

Seit Mai 2018 sind wir Mitglied im Poliklinik-Syndikat, dem bundesweiten Verband solidarischer Gesundheitszentren und Kollektive. Hier erfährst du mehr.

Im Dezember 2018 entschieden wir uns als erstes Angebot eine Psychosoziale Beratung anbieten zu wollen. Seit dem wurde fleißig am Konzept gebastelt und kann nun umgesetzt werden. Außerdem wollen wir einen Gesprächskreis in Leipzig Schönefeld etablieren und eine medizinische Beratung anbieten. Mehr dazu...

Im März 2019 konnten wir uns erfolgreich einen Platz im "Sozial&Gründer" Stipendium des Social Impact Lab Leipzig sichern. Mehr dazu erfährst du hier.

Auf Grundlage einer einfachen Sozialraumanalyse entschieden wir uns Mitte des Jahres 2019 für den Stadtteil Schönefeld. Nun sind wir dabei diese Analyse zu verfeinern und mit ersten Veranstaltungen im Dezember im Stadtteil präsent zu werden.

Etwa zeitgleich liefen die Vorbereitungen für die Proteste gegen die Gesundheitsminister*innenkonferenz, sowie für die #unteilbar Demonstrationen in Leipzig und Dresden. In dem Zuge vernetzten wir uns mit zahlreichen Akteuer*innen der Gesundheitspolitik und traten das erste Mal als in Syndikat in die Öffentlichkeit.

Im August 2019 konnten wir uns gleich zwei Förderungen sichern, so holten wir den 1. Platz bei der Quartiermeister-Förderung Leipzig und die Heidehof-Stiftung sicherte uns eine Förderung für die psychosoziale Beratung zu. Für uns ein wichtiger Erfolg auf dem Weg zur Eröffnung.

Im Dezember 2019 sind wir in der Taubestraße 2 in Leipzig Schönefeld eingezogen.

Seit dem 05. März 2020 sind unsere ersten Angebote, die psychosoziale Beratung und die medizinische Gesundheitsberatung, angelaufen.

Am 21. März 2020 öffnen wir unsere Türen und laden herzlich dazu ein, vorbeizuschauen!

Als Clearingstelle und Anonymer Behandlungsschein Leipzig e.V. ergänzen sich unsere Angebote wunderbar!

Was jetzt vor uns steht

Wir schreiben fleißig Fördermittelanträge, doch das alleine reicht leider nicht und birgt auch immer eine gewisse Planungsunsicherheit und Abhängigkeit von entsprechenden Institutionen. Daher sind wir auf Spenden und Fördermitglieder angewiesen.

Wir sind gerade dabei potentielle Kooperationen auszuloten und da bereits mit verschiedenen Gruppen und Initiativen im Gespräch. Neben dem thematischen Bezug zu Gesundheit können wir uns viele verschiedene Kooperationen vorstellen. Denn wir wollen nicht nur auf der Ebene der medizinischen Versorgung in den Stadtteil wirken, sondern auch ein Treffpunkt und Ausgangspunkt für Kontakte und Vernetzung sein. Langfristig wünschen wir uns verschiedene Sozialberatungen (z.B. Mietrecht, Sozial- & Rechtshilfe, etc.). Du kennst eine Initiative oder bist selbst in einer aktiv und möchtest uns gegenseitig vorstellen, dann schreib uns gerne!

Neben den oben genannten Angeboten, sammeln wir fleißig Ideen für kontinuierliche Angebote und Projekte, die wir umsetzen wollen. Außerdem sind wir im Kontakt mit potenziellen Kooperationspartner*innen, die weitere Angebote in unseren Räumlichkeiten umsetzen wollen. Wenn du noch Vorschläge oder Ideen hast oder gerne selbst ein Angebot/Projekt umsetzen möchtest, schreib uns gerne eine Mail.

Mit wachsenden Aufgaben und Herausforderungen müssen wir auch als Gruppe wachsen. Abgesehen davon, dass wir stets offen für Menschen sind die sich an dem Projekt beteiligen wollen, legen wir wert darauf auch inhaltlich zu wachsen. Da wir uns als Kollektiv begreifen, welches möglichst hierarchiearm und konsensbasiert arbeiten möchte, gehört eine stetige Auseinandersetzung und Reflexion dazu.
Wenn du Lust hast bei uns aktiv zu werden, erfährst du hier mehr dazu und was sich hinter unserem kollektiven Anspruch verbirgt, kannst du in unserem Selbstverständnis nachlesen.

Einen Blick in die Zukunft wagen

Ein Kassensitz für die Poliklinik!
Wichtiger Bestandteil der Poliklinik ist die allgemeinmedizinische Versorgung, wir wollen neben unseren Beratungs- und sozialen Angeboten eine hausärztliche Praxis eröffnen. Dafür benötigen wir einen Kassensitz, denn nur so ist es unseren Ärzt*innen möglich Menschen zu behandeln.
Doch es ist leider gar nicht so einfach einen Kassensitz zu bekommen, daher steht das derzeit noch auf unserer Wunschliste für nächstes Jahr.

Unser Ziel ist es langfristig und kontinuierlich im Stadtteil zu arbeiten und verschiedene Angebote und Projekte umzusetzen. Dafür benötigen wir eine gewisse finanzielle Planungssicherheit. In der Regel werden soziale Projekte nur sehr kurzfristig gefördert, das ist ein grundsätzliches Problem mit dem alle sozialen Träger konfrontiert sind. Gerade in den letzten Jahren wurden die Gelder immer knapper, zusätzlich sind immer mehr Projekte durch veränderte Mehrheiten in den zuständigen Ausschüssen bedroht.

Das bedeutet für uns, sich langfristig möglichst unabhängig von Institutionen zu machen. Wichtiger Bestandteil ist dabei der erwähnte Kassensitz, über diesen können wir unsere medizinische Versorgung sicherstellen. Daneben sind wir auf Spenden und Fördermitgliedschaften angewiesen.

Wir wollen nicht nur eine gute medizinische und soziale Versorgung anbieten, sondern auch langfristig dafür sorgen, dass sich der derzeitige Gesundheitssystem ändert. Dafür entwickeln wir gemeinsam mit unseren Schwesternprojekte im Syndikat alternative Konzepte und postionieren uns in der Öffentlichkeit.
Politische Arbeit ist aus unserem Konzept nicht wegzudenken.