Spenden in Zeiten von Corona

Die aktuelle Situation hat auch unsere Planung auf den Kopf gestellt, seit Mitte März ist die Poliklinik geschlossen und wir arbeiten vor allem dezentral im Bereich der solidarischen Nachbarschaftshilfe in Leipzig Schönefeld. Um diese Arbeit weiterführen zu können, benötigen wir nun eure Hilfe!

 
Solidarität in Zeiten von Corona
Wir haben innerhalb weniger Tage einen Pool an Übersetzer*innen geschaffen, um aktuelle Informationen bereitzustellen uns mehrsprachige Listen für Personen, die Unterstützung beim Einkaufen oder der Kinderbetreuung anbieten oder suchen im Stadtteil zu verteilen (mehr Infos), ein Nachbarschaftstelefon eingerichtet (mehr Infos), Hinweise und Hilfsangebote für die Zeit zu Hause (mehr Infos) sowie flächendeckende Aufrufe, Materialien zum Nähen von Masken bereitzustellen, diese anzufertigen und zu verteilen (mehr Infos). 
 
Wir wussten, dass im März und April jede Menge Arbeit für uns ansteht
Unsere ersten Angebote, die allgemeine psychosoziale Beratung und die allgemeine Gesundheitsberatung sind kurz vor Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen durch die Covid-19-Pandemie gestartet. Für den 21.03. hatten wir die große Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür und Filmabend geplant, wir waren gerade dabei die letzten Renovierungsmaßnahmen umzusetzen und die Poliklinik einzurichten. Mit verschiedenen Formaten, wie Gesprächskreisen, Vorträgen und Workshops wollten wir unsere Arbeit im Stadtteil beginnen. 
 
Auf Grund der aktuellen Situation mussten wir unsere Pläne ändern und legen unseren Fokus nun auf die solidarische Nachbarschaftshilfe, die wir jedoch nicht nur in Zeiten einer Pandemie für sinnvoll und notwendig erachten. Wir wollen jetzt Strukturen und Hilfen schaffen, die langfristig nutzbar sind. Solidarität darf nicht mit der Pandemie enden. 
Unser Ziel ist es, eine interdisziplinäre Gesundheitsversorgung im Stadtteil zu schaffen, dazu zählen neben den Bereichen Medizin und Psychologie auch die soziale Arbeit, Ergotherapie, Sport- & Freizeitangebote und vieles mehr. 
 
Wir verstehen die Gesundheit eines Menschen als eingebettet in zahlreiche Rahmenfaktoren, wie verschiedenste Untersuchungen bereits bestätigt haben. Dazu zählen beispielsweise die Arbeitsbedingungen, Arbeitslosigkeit, Sucht, gesunde Ernährung, die Wohnsituation oder Diskriminierungserfahrungen. Unser Ziel ist es, die Bewohner*innen des Stadtteils also auch bei der Veränderung dieser Verhältnisse zu unterstützen wie z.B. durch Mietberatungen und eine psychosoziale Beratung und dann interdisziplinäre Handlungsstrategien zu erarbeiten. Menschen können sich an uns wenden, wenn sie sich Unterstützung bei bestimmten Gesundheits-bezogenen Themen wünschen. Außerdem soll der Ort ein Treffpunkt im Stadtzentrum sein, an dem offener Austausch unter den Bewohner*innen und eine Vernetzung mit anderen Initiativen stattfinden kann. 
 
Die Poliklinik - das Solidarische Gesundheitszentrum ist also ein Ort an dem professionelle Angebote & Expertisen in die Nachbarschaft eingebettet werden. Ein solidarisches Gesundheitssystem ist für uns vor allem gemeinnützig, demokratisch und orientiert sich am Bedarf der Menschen, anstatt an Profiten. 

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